Die Landschaft an der Ostsee mit ihrer reizvollen Umgebung lädt ein zu einem Urlaub. Egal ob Familien mit Kindern, Singles, Paare oder Senioren, die Feriengegend an der Ostsee bietet für jede Altersklasse Erholung an. Besonders die Ostsee verfügt über einzigartige Strände, die zum Sonnenbaden und Wandern bestens geeignet sind. Fahrradfahrer haben hier die Möglichkeit, mit dem Rad die Gegend zu erkunden. An der Ostsee sind die verschiedensten Unterkunftsklassen für den jeweiligen Geldbeutel vorhanden. Eine ausreichende Anzahl von Campingplätzen ist gerade für Natur- und Campingliebhaber sehr interessant.
Oftmals liegen diese Campingplätze in kleinen Wäldern und befinden sich in ummittelbarer Strandnähe. Aber auch Ferienwohnungen und Hotelanlagen warten mit einem umfangreichen Freizeitangebot auf die Gäste. Herrliche Strandpromenaden laden die Urlauber ein in den alten Badeorten zu bummeln, und dabei das eine oder andere geschichtsträchtige Gebäude zu besichtigen. Urlaub an der Ostsee ist zu jeder Jahreszeit möglich, und besonders im Sommer kann man in der Ostsee wunderbar baden und schwimmen.
Urlaub an der Ostsee
Boltenhagen
Das Seebad Boltenhagen gilt als größter Ferienort an der nordwestlichen Küste der Ostsee. Den lebendigen Urlaubsort an der Boltenhagener Bucht zeichnet seine zentrale Lage aus. Die Hansestädte Lübeck und Wismar sind in weniger als einer Autostunde erreichbar. Als drittältester deutscher Badeort verfügt der Ort über eine Vielzahl schmucker Bauten der Bäderarchitektur.
Wer ein hier ein Ferienhaus bewohnt, erreicht auf kurzen Wegen den drei Kilometer langen Sandstrand. Die Strandabschnitte sind durch zwei Promenaden geschützt und ausgesprochen ruhig gelegen. Der flach abfallende Strand ist besonders für Familien mit Kindern ideal. Boltenhagen verfügt über eine abwechslungsreiche Küstenlandschaft. Von der Steilküste des Ortes bietet sich ein schöner Ausblick auf die Mecklenburger Bucht.
Als beliebtes Touristenziel gilt der neu gestaltete Kurpark. Im Kurhaus finden vielfältige Veranstaltungen statt. An der 290 Meter langen Seebrücke gehen Ausflugsschiffe vor Anker, welcher Fahrten zur Insel Poel oder in das Seebad Travemünde anbieten. Ein Aufenthalt hier lässt sich auch für einen entspannten Wellness-Urlaub nutzen. In der Wellness-Therme können Touristen im 30 Grad warmen Wasser entspannen und die angeschlossene Saunalandschaft nutzen.
Im Ortsteil Tarnewitz entstanden vielfältige Ferienanlagen und ein neuer Hafen, welcher Freizeitkapitänen vielfältige Möglichkeiten bietet. Auf Wanderungen und Radtouren entdecken Urlauber das Steinzeitdorf Kussow oder besuchen Schloss Klütz, das älteste Barockschloss in Mecklenburg-Vorpommern.
Fuhlendorf
Gelegen am sogenannten Koppelstrom, der die Bucht zwischen dem Saaler und Bodstedter Bodden darstellt, liegt dieser nur knapp 1.000 Einwohner zählende Ort südlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Fuhlendorf existiert bereits seit dem 13. Jahrhundert und besteht heute aus vier Ortsteilen. Von diesen war der früher selbständige Ort Bodstedt um des Jahr 1500 ein wichtiger Wallfahrtsort für die Seeleute an der Ostsee.
Aus dieser Zeit stammt auch die größte Sehenswürdigkeit des Ortes, die ehemalige Wallfahrtskapelle und heutige St.-Ewalds-Kirche. Ihr inneres Erscheinungsbild entspricht bis auf einige mittelalterliche Wandmalereien weitestgehend dem barocken Stil, was auch für die mit Akanthusmalereien geschmückte Balkendecke zutrifft. Der kleine Bodstedter Traditionshafen ist fast zu jeder Zeit mit Zeesenbooten belegt, breitrumpfigen Segelbooten, die jährlich im September im Bodstedter Bodden ihre weithin bekannte Regatta abhalten.
Wenn Sie Fuhlendorf als Ihr Urlaubsziel erkoren haben, erwarten sie in einer idyllischen Landschaft in unmittelbarer Nähe der bereits genannten Boddengewässer und in einer Entfernung von etwa 15 Kilometern zur Ostseeküste zahlreiche Ferienunterkünfte in Form von Ferienhäusern oder -wohnungen, von denen einige auch der Boddener Ferienpark bietet. Mit der Möglichkeit zum Tennis spielen oder Kegeln bietet er für sportliche Feriengäste ebenso ein Betätigungsfeld wie mit dem Streichelgehege und verschiedenen Spielgelegenheiten für seine jüngsten Gäste. Nicht weit vom Park entfernt befindet sich ein schöner Platz zum Baden im Bodden.
In nur wenigen Kilometer Entfernung befindet sich mit Barth eine Stadt, in deren Nähe der Ostseeflughafen Stralsund-Barth liegt und von der aus mit der Usedomer Bäderbahn ein Besuch in Stralsund, Greifswald oder auf der Insel Usedom jederzeit möglich wird. Barth selbst bietet seinen Besuchern eine sehenswerte Altstadt mit zahlreichen historischen Bürgerhäusern, die frühgotische Hallenkirche St. Marien und das Vineta-Museum mit einer stadtgeschichtlichen Dauerausstellung.
Ahrenshoop
Die 700-Einwohner-Gemeinde Ahrenshoop ist als Seebad und Künstlerdorf bekannt. Geografisch ist die überschaubare Gemeinde gewissermaßen zweigeteilt: Der ältere, auf eine Fischersiedlung zurückgehende, östliche Ortsteil breitet sich auf dem Vordarß aus, dem mittleren Gebiet der in Mecklenburg-Vorpommern liegenden Ostsee-Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Die westlichen Dorfteile Niehagen und Althagen liegen dagegen schon auf Fischland-Gebiet und gehören historisch nicht wie Alt-Ahrenshoop zu Pommern, sondern zu Mecklenburg.
Der Ort auf der schmalen Landenge zwischen offenem Meer und dem landseitig gelegenen Saaler Bodden ist von einer für Entspannung und Erholung idealen, großenteils unter Naturschutz stehenden Landschaft umgeben. Auf kleinem Raum findet der Erholungssuchende unter dem weiten Ahrenshooper Himmel sanfte Bodden-Ufer und Meeresstrände mit schroffen Kliffs, stille Wiesen und zum Wandern einladende Wälder ("Ahrenshooper Holz").
Ahrenshoop hat im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, aber auch im 20. Jahrhundert, zahlreiche Autoren und bildende Künster inspiriert, sich ganz oder zeitweilig der hier entstandenen Künstlerkolonie anzuschließen. Zu den bekanntesten Ahrenshooper Künstlern gehörten der Graphiker und Bildhauer Gerhard Marcks (1889-1981) und der Maler Edmund Kesting (1892-1970). Das von Künstlerkolonie-Mitbegründer Paul Müller-Kaempff (1861-1941) 1894 gebaute, heute als Wohn- und Arbeitsplatz für Stipendiaten dienende, „Künstlerhaus Lukas“ setzt die Tradition der Kolonie ebenso wie der legendäre Treff "Bunte Stube" und die örtlichen Galerien fort.
Ein weiteres bemerkenswertes Gebäude, das der Gast bei einem Rundgang durch das idyllische Dorf zwischen Künstlerkaten und alten Bauernhofgebäuden entdecken kann, ist die modernistische, vom renommierten Stararchitekten Hardt-Walther Hämer (geb. 1922) errichtete Schifferkirche aus dem Jahr 1951.
Vor allem ist das charmante Dorf, das auch Standort einer Reha-Klinik und anderer Kureinrichtungen ist, aber ein familienfreundlicher Badeort, der seinen Gästen vom Bad in der Ostsee und Wassersport bis hin zu Wellness, kulturellen Veranstaltungen und fröhlichen Festen allerhand zu bieten hat. Bei den Unterkunftsmöglichkeiten kann der Gast zwischen Hotels, deren Angebote sich zwischen Grand-Hotel- und solidem Landhotel-Standard bewegen, und familiengeführen Ferienpensionen wählen.
Nienhagen
Nienhagen liegt an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern, die wegen ihrer Naturschönheit und dem gesunden Seeklima bereits seit vielen Generationen ein beliebtes Urlaubsziel ist. Davon zeugen Heiligendamm und Warnemünde, die beiden ältesten Seebäder in Deutschland, die nur wenige Kilometer entfernt sind.
Zu Beginn des letzten Jahrhundert begann der Tourismus in dem kleinen Ort an der Ostseeküste Fuß zu fassen. Die ersten Schank- und Gastwirtschaften durften mit staatlicher Genehmigung eröffnen. Anziehend wirkte der Ort auch auf berühmte Persönlichkeiten wie den Maler Lovis Corinth, der hier von 1909 bis 1917 lebte und arbeitete. Auf einem Bild aus dieser Zeit verewigte er die dreijährige Tochter seiner Vermieterin. 1929 wurde der kleine Badeort schließlich offiziell als Seebad anerkannt.
Die Umgebung des Ortes ist stark bewaldet. Der Wald erstreckt sich auch entlang der Steilküste und unter den Einheimischen wird er als "Gespensterwald" bezeichnet. Obwohl nicht bekannt ist, woher dieser Name stammt, ist eine Besonderheit des Waldes augenscheinlich. Durch den Meereswind sind die Bäume direkt an der Küste stark deformiert, wodurch sich teilweise skurril anmutende Formen herausgebildet haben.
Vor der Küste des Seebades wurde in der Ostsee ein künstliches Riff angelegt, das der Forschung dient. Dadurch hat sich unter Wasser ein geschützter Lebensraum für einheimische Tiere und Pflanzen herausgebildet, der auch den hiesigen Fischarten als Ruhezone dient. Der Ort ist außerdem Träger der "Blauen Flagge", eines internationalen Symbols, mit dem die Umweltarbeit der Gemeinde gewürdigt wird.
Nienhagen bietet viele Möglichkeiten, um Ihre Freizeit auszufüllen. Am Strand laden wunderschöne Abschnitte mit feinem Sand zum Baden ein. Auf landschaftlich reizvollen Wanderwegen können Sie ausgedehnte Spaziergänge machen. Und in der näheren Umgebung gibt es zahlreiche lohnenswerte Ausflugsziele.
Born
Der malerische kleine Ort Born liegt an der Südküste der Ostseehalbinsel Darß in Mecklenburg-Vorpommern. Der staatlich anerkannte Erholungsort grenzt direkt an den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Dazu gehören der Bodstedter Bodden und der Saaler Bodden, die sich südlich des Ortes erstrecken. Typisch für die Gegend sind die reetgedeckten Häuser mit den liebevoll verzierten Türen. Die geschnitzten Giebel geben Hinweise auf den Beruf des Erbauers.
Der Ort ist ein beliebtes Urlaubsziel und für viele Einheimische ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. Der gut ausgestattete Hafen wird von Seglern gerne angesteuert. Er ist mit der "Gelben Welle" und drei Blauen Sternen ausgezeichnet. Im Sommer ist der Hafen voller Leben. Jedes Jahr findet hier am ersten Samstag im Juli das Hafenfest statt. Sie haben die Möglichkeit mit Fahrgastschiffen in die Orte der Umgebung zu fahren oder im Herbst Kraniche zu beobachten.
Im ehemaligen Forstamt des Ortes ist heute das Forst- und Jagdmuseum untergebracht. Die Ausstellung ist in erster Linie dem Leben des preußischen Forstmeisters Ferdinand von Raesfeld gewidmet, dem Autor zahlreicher Standartwerke der deutschen Jagdliteratur, der hier einige Jahre durch seine Arbeit wirkte. Die meisten kulturellen Veranstaltungen im Ort finden in der architektonisch einmaligen Fischerkirche aus dem Jahr 1935 und im Sommertheater statt. In der alten Gutzmann-Schule können Sie eine kleine Ausstellung besuchen, die dem Borner Maskenball gewidmet ist. Er findet seit 150 Jahren im Ort statt. Heimische Seeleute sollen die Idee dazu einst mitgebracht haben.
Das Wegenetz für Ausflüge mit dem Fahrrad oder zu Fuß in die Umgebung ist sehr gut ausgebaut. Ein beliebtes Ausflugsziel ganz in der Nähe ist der Darßer Urwald, der nördlich des Ortes beginnt.
Bodstedt
Bodstedt wurde im Zusammenhang mit der Kirche 1388 erstmals genannt. Auf der Karte der schwedischen Landesaufnahme von 1696 heißt der Ort Bodenstede, 1782 Bodstedt. Im Jahr 1463 ließ Hermann von Vitze auf Divitz eine Kapelle St. Ewald als Gnadenkapelle erbauen. Der Name Ewald bezieht sich tatsächlich auf den gleichnamigen Heiligen, dessen Pilgerstätte in Thann im Elsass nachweislich auch Ziel Stralsunder Bürger war.
Die Kapelle ist vermutlich mit den zwei östlichen Jochen und dem Chorpolygon der erhaltenen Kirche identisch, die im Jahr 1785 westlich um ein Joch ergänzt wurde. An der Nordseite des Backsteinsaals befindet sich ein kleiner veränderter Anbau, der mit den zwischen 1479 und 1508 bezeugten Wallfahrten in Zusammenhang stehen könnte. Im Innenraum verweist der mittelalterliche Teil mit den Schildbögen auf Wandvorlagen auf die geplante, nicht ausgeführte Einwölbung hin. Ein seltenes Zeugnis des Engagements der Monarchen in Schwedisch-Pommern für Kirchenausstattungen stellt die mit Akanthuslaub in den Farben blau und gelb bemalte Balkendecke mit dem "Tre Kronor"-Wappen und den Initialen FR des schwedischen Königs Friedrich I. dar, die Bauarbeiten 1726 oder 1748 zuzurechnen sind.
Am zweigeschossigen Altaraufsatz von 1741 sind die kunstvoll marmorierten Säulenschäfte, das Abendmahlsgemälde und die plastische Darstellung der Verklärung hervorzuheben. Die kurz vor 1800 gefertigte Kanzel zeigt am Aufgang ebenfalls zwei schöne Gemälde, Jakobs Traum von der Himmelsleiter und die Szene Christus mit den Emmausjüngern. An der überhöhten halbkuppelförmigen Kuppa der mittelalterlichen Granittaufe ist der obere Rand neuneckig gearbeitet, was sich wohl auf die neuneckigen Theobaldringe, ein verbreitetes Pilgerzeichen, zurückführen lässt.
Dierhagen
Dierhagen Ost wurde 1928 als "Ostseebad Ribnitz" begründet. Der historische Flurname Ribnitzer Stadtwiesen nördlich von Dierhagen Ost weist darauf hin, dass das Land ursprünglich der mecklenburgischen Stadt Ribnitz gehörte.
Die seeseitige bis zu 40 m breite Düne ist nicht natürlich gewachsen, sondern wurde nach dem schweren Sturmhochwasser vom November 1995, die die ursprüngliche Düne bis auf wenige Meter Breite zerstörte, durch Aufspülung künstlich angelegt und mit Strandhafer bepflanzt. Landeinwärts wird die L 21 von einem 50 Meter breiten Küstenschutzwald begleitet, hinter dem sich bis zum Saaler Bodden von Meliorationsgräben durchzogenes Gras- und Weideland anschließt. Am schilfreichen Boddenufer schütz ein flacher Deich vor Überschwemmung. Von Dünen und Deichen abgesehen, liegt das Oberflächenniveau des ebenen Geländes nur wenige Zentimeter über Meeresniveau, so dass der gesamte Ortsbereich hochwassergefährdet ist. Insgesamt bilden Schlicke und sandgebänderte Niedermoortorfe über Seesanden die Grundlage für die Bodenbildungen. Über Jahrhunderte hinweg praktisch ohne feste Bebauung und unbewohnt, wurden die saisonal vom Boddenwasser überschwemmten Salzwiesen extensiv als Weideland und für die Heugewinnung genutzt, während sich hinter dem Strandmelden-Spülsaum der Außenküste auf den höher gelegenen nährstoffarmen Dünensanden Strandhaferfluren, Trockenrasen und Küstenheide ausbreiten. Bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts blieb dieser weitestgehend von der Natur bstimmte Landschaftscharakter erhalten, ehe die touristische Erschließung bzw. intensive Gründlandnutzung einsetzte.
Während sich der Ortsteil Dierhagen-Strand schon mit dem Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden sommerlichen Badetourismus zu entwickeln begann, verdankt Dierhagen-Ost seine Entstehung einem Beschluss der Ribnitzer Stadtverordneten im November 1927, auf den Ribnitzer Stadtwiesen ein 1600 Morgen (4 km²) großes Areal zwischen Ostsee und Saaler Bodden an einen privaten Investor zu verpachten, der dafür warb, ein neues Ostseebad zu gründen.
Barth
Als westliches Tor zur Halbinsel Fischland, Darß und Zingst gilt Ribnitz-Damgarten, das östliche bildet die Stadt Barth am gleichnamigen Bodden. Ein Kupferstich von 1652 zeigt das bis heute erhaltene regelmäßige Straßennetz und vier Tore, von denen das backsteinerne, 35 Meter hohe Dammtor (Mitte 15. Jahrhundert) und der runde Backsteinturm (14. Jahrhundert) im Nordosten noch stehen.
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts machten die Pommernherzöge Barth zu ihrer Nebenresidenz. An der Stelle des von ihnen 1573 errichteten Renaissanceschlosses wurde im Jahr 1733 das Adlige Fräuleinstift eingeweiht, im Volksmund nur "Kloster" genannt, nachdem das schwedische Königshaus die Schlossruine nach 1722 der schwedisch-vorpommerschen Ritterschaft geschenkt hatte. Die dreiflüglige Barockanlage östlich des Marktplatzes, einst Domizil für unverheiratete Töchter aus adligen Familien und die einzige schwedische Stiftung auf deutschem Boden, ist nach Abschluss der Restaurierung ein sehenswertes Ensemble.
Die Westseite des Marktes beherrscht die gotische Hallenkirche St. Marien (1325-1400), ein stattlicher dreischiffiger Backsteinbau. Der mühevolle Aufstieg auf den 80,7 Meter hohen Turm lohnt, denn der Blick aus der Höhe ist fantastisch. Aus der Erbauungszeit stammt im ersten Kreuzgewölbe des südlichen Seitenschiffes das Deckengemälde "Jesus Christus als Weltenrichter". Das bronzene Taufbecken ist eine Mitte des 14. Jahrhunderts in Lübeck gefertigte Arbeit, die drei Kronleuchter im Langhaus stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Den Schalldeckel der Kanzel, die Emporen und den Orgelprospekt hat der heimische Tischlermeister Schlie nach Entwürfen Friedrich August Stülers gearbeitet, auf den auch die neogotische Innengestaltung mit dem Altarziborium von 1856-63 zurückgeht. Vom Markt wird über die Lange Straße die Sundische Straße erreicht, wo rechter Hand in der Hospitalkirche St. Jürgen das Niederdeutsche Bibelzentrum entstand, das den Weg der Bibel durch die Jahrhunderte veranschaulicht. Gewürdigt wird Johannes Bugenhagen, der "Dr. Pomeranus".
Bosau
Wenn Sie Erholung suchen, sollten Sie nach Bosau reisen. Der Luftkurort am Grossen Plöner See in der Holsteinischen Schweiz bietet Urlaub für jeden Geschmack. Die Holsteinische Schweiz ist ideal geeignet für einen Wanderurlaub. In dem wald- und seenreichen Gebiet gibt es viel zu entdecken. Auch wenn Sie nicht ans Meer, sondern nach Bosau reisen, müssen Sie auf einen Sandstrand nicht verzichten. Neben dem Strand gibt es auch eine große Liegewiese, auf der Sie die sonnigen Stunden Ihres Urlaubs in aller Ruhe genießen können.
Auf ihrer Reise sollten Sie auf jeden Fall den Bauerngarten an der Dunkerschen Kate besuchen. Nicht nur Gartenfreunde geraten bei der liebevollen Gestaltung ins Staunen. Bosau liegt inmitten der schleswig-holsteinischen Meere und Binnengewässer und auch die Ostsee ist nicht weit entfernt. Die Wasserqualität ist hier sehr gut, so dass neben Seglern auch Schwimmfreunde in ihrem Urlaub voll auf Ihre Kosten kommen. Bei schlechtem Wetter bietet sich ein Besuch der sehenswerten Vicelin-Kirche St. Petri in Bosau an. Im Sommer finden hier auch oft Konzerte und andere Veranstaltungen statt.